Informationen
Historisches:
Zum ersten Mal erschien Niederhausen im Jahre 1238 in einer Urkunde. Man vermutet aber, dass der Ort schon in der Römerzeit (ca. 200 n.Chr.) existierte, was durch Fundstücke belegt werden kann. Im Jahre 1129 fiel Niederhausen an die Grafschaft Veldenz, war ab 1444 dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken angehörig und zählte ab 1768 zur Kurpfalz. Während der französischen Revolution wurde das Dorf von 1795 bis 1815 an Frankreich angebunden. Aber nach dem Wiener Kongress (28.05.1815) wurde Niederhausen Preußen zugeordnet. An der südlichen Gemarkungsgrenze sind noch heute Grenzsteine zu sehen, die das Königreich Preußen vom Königreich Bayern trennten.
Geografisches:
Heute gehört Niederhausen an der Nahe zum Bundesland Rheinland-Pfalz und zählt aktuell 597 Einwohner. (Stand: Mai 2007). Es liegt 150m über dem Meeresspiegel an einem auslaufenden Südhang. An dieser Stelle trennt die Nahe das Vorland zum Hunsrück vom Pfälzer Bergland. Die Besonderheit hier ist der ca.120m breite Stausee. Die wesentliche Struktur in Niederhausen wird durch den Weinbau bestimmt, denn 12 Einzellagen verteilen sich auf ca. 120 ha Rebflächen. Die herrliche Landschaft rund um den Ort besteht aus den Weinbergen, 180 ha Wald und dem Stausee.
Sehenswürdigkeiten:
- Mechthildes-Wehrkirche aus dem 12.Jhd. mit sehr schönen und gut erhaltenen Wandmalereien - ein kleines Weinbaumuseum - Weinwanderweg (Rundweg von ca. 4,5 km Länge) mit Erläuterungstafeln, Keltern, Ruhebänken usw. - Quecksilberbergwerk "Schmittenstollen" im Niederhäuser Wald, in welchem man in der Tiefe des Lembergs alte Abbaumethoden rekonstruiert betrachten kann.